Warum Bridgerton die Modernität verrät

Das Bridgerton Universum zieht viele Menschen in seinen Bann. Die so eben erschiene neue Staffel hat mit ihren ersten vier Folgen bereits 45,5 Mio Klicks erreicht. Rekordstatus. Die Serie spielt in einer fiktiven Form des 19. Jahrhunderts und erlangte ihren Ruhm sicher auch wegen ihrer Besetzung, die auf Diversität und people of colour Wert legte. Zudem findet man traumhafte Kulissen und Kostüme und eine Handlung, die nicht nur oberflächlich eine andere Geschichte dieser Zeit erzählt, sondern auch in die Tiefe gehen will und zeigt, was lange Zeit tabu wahr.

Misogynie und wie sie entstand

Wie kam es zum Hass auf Frauen?

Misogynie – der Hass gegen Frauen, alltäglich und doch nicht selbstverständlich jedem bewusst. Streng genommen hat die Gleichstellung der Frau auch erst seit 50 Jahren Bestand. Jahrhunderte bis Jahrtausende währte dieser Krieg gegen Frauen, die Gründe dafür sind bis heute nicht vollständig belegt. Es gibt verschiedene Ansätze dazu, die sich teils auf Mythen stützen, teils auf soziologischen Forschungen beruhen.

Selbstbestimmungsgesetz als Transideologie

Das Transsexuellengesetz soll durch ein sogenanntes Selbstbestimmungsgesetz ersetzt werden. Noch im vierten Quartal 2022 soll darüber abgestimmt werden. Darauf hat sich die aktuelle Koalition verständigt und dabei sind sich SPD, FDP, Grüne – und im Grundsatz auch die oppositionelle Linke – einig. Gegen Selbstbestimmung für Transsexuelle in Gesetzesform ist prinzipiell nichts zu einzuwenden. Allerdings gewinnt man hierzulande den Eindruck, dass es nicht nur um einen wissenschaftlich untermauerten Ansatz geht, sondern in der Umsetzung ideologische Züge aufweist.

Feminismus als Lehre vom Opfer?

Frauen sollten keine Opfer sein, vor allem sollten sie nicht durch eine Debatte zu Opfern gemacht werden! Aber das Frauen im Allgemeinen für sich selbst sprechen können, scheint keine Relevanz mehr zu haben, betrachtet man die derzeitigen Geschehnisse. Die #metoo Bewegung erschuf ein überempfindliches Umfeld, in dem sogar die Bewunderung an eine Frau mit dem Sexismus Stempel versehen wird. Und dieser Stempel ist vergleichbar mit dem zwangsvollsteckerischen Kuckuck, denn ist er einmal aufgebracht ist die Pfändung bzw. Eliminierung nicht mehr weit.

Selbstbild-Fremdbild

Neulich noch,War ich die, die du wolltest.Aber heute,Alles in mir sträubt sich.Will dich nicht,Will dich nie mehr.Will nicht die sein,Nicht DAS seinWas du siehst,Noch in mir siehst. Selbstbild,Fremdbild,Es ist mir fremd, dieses Selbstbild,Was einst real war.Aber wer,Aber wasBin ich nun?Will nur noch wer sein!Nie wieder was.Auf immer ein wer,Nimmer ein das!

#metoo

Derzeit ist der Aufschrei der Medien wieder groß, nachdem die sexuellen Machenschaften des Harvey Weinstein öffentlich gemacht wurden. Unzählige Frauen bekennen mit #metoo ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt und es wird deutlich, dass sexueller Missbrauch und Alltagssexismus präsent wie eh und je sind. Dieser reicht von Anmach-Sprüchen auf offener Straße, über tätliche sexuelle Belästigungen im Job, bis hin zur Vergewaltigung. Die Medien überschlagen sich mit Artikeln zu diesem Thema. Von betroffenen Frauen und aus welchem Bereich sie stammen, bis hin zu Verhaltensregeln, die Männer befolgen sollten. Die Liste der in den letzten 2 Wochen erschienen Artikeln ist lang, sehr lang. Noch länger sind die Kommentarleisten unter den Artikeln, mit empörten und betroffenen Lesern. 

Die Angst vor Weiblichkeit

„Weiblichkeit ist die Eigenschaft, die ich an Frauen am meisten schätze.“

Oscar Wilde

Oscar Wilde bringt so treffend auf den Punkt, was viele völlig vergessen zu haben scheinen. Denn wahre Weiblichkeit mit all ihren Facetten, ist nicht gerne gesehen. Man kann sogar sagen, dass sie gefürchtet ist. Diese Gesellschaft hat Angst vor Weiblichkeit! Das mag zwar keiner offen zugeben aber erst am Wochenende durfte ich mal wieder eine gänzlich andere Erfahrung machen. Denn wenn ich ausgehe, liebe ich es mich zurechtzumachen. Kleidung anzuziehen, um mich selbst mit Blicken vor dem Spiegel wieder auszuziehen. Ich liebe es einfach eine Frau zu sein und ich weiß nicht, warum ich mir das verbieten sollte. Aber es gibt viele, die das anders sehen.