Was Männer „wollen“


Wenn man einen Mann will muss man sich über 2 Dinge klar werden: will ich nur Spaß oder will ich mich binden? Ein “Vielleicht” wird nicht funktionieren, denn Männer verstehen nur das eine oder das andere. Wer keine klaren Angaben macht und sich leicht zum Spaß hinreißen lässt, der wird für eine Beziehung nicht mehr in Betracht. Denn, reicht man einem Mann erst den kleinen Finger in Sachen Sexualität, reißt er gleich den ganzen Arm und den Rest auch noch an sich. Und ein Zurück gibt es dann nicht mehr.

Männer funktionieren einfach, dass weiß jeder seit langem, aber Frauen neigen dazu mehr in das Verhalten der Männer hinein zu interpretieren als da ist. Sie denken zu sehr in ihren eigenen Mustern. Sie suchen die eigenen Wünsche und Träume im männlichen Gebaren, werden aber oft enttäuscht weil nicht eintrifft was sie sich vorstellen.

Männer funktionieren nicht wie Frauen, sie sind nicht gut darin viele Dinge zu vereinen. Ein Mann ist in der Regel klar strukturiert und braucht somit klare Angaben. Die versteht er und kann dann auch damit umgehen.

Was er hingegen nicht kann, ist sich wirklich klar darüber zu sein was er will. Männer wünschen sich eine Mutterfigur, beste Freundin und eine geile Schlampe mit der es im Bett keine Grenzen gibt. Das Problem ist nur, sie wollen nicht eine einzige Frau dafür, nur das gestehen sich die wenigsten wirklich ein.

Männer teilen Frauen gerne in 2 Kategorien ein: Jungfrau Maria und Mata Harie. Die Frau die ihre Kinder bekommen soll, muss anständig sein und ihr soziales Leben sichern, gleicht also einer Jungfrau Maria. Die Mata Harie symbolisiert das Abenteuer und die geistige Herausforderung. Hier wollen sie spielen und sich ausleben. Als Frau ist man entweder das eine oder das andere und darüber sollte Frau sich bewusst sein.

Wenn man einem Mann frühzeitig zeigt, dass man Spaß am Sex und das auch nach außen zeigt und lebt wird er wahrscheinlich nicht mehr die Jungfrau Maria in einem sehen und somit sind die Weichen gestellt. Ist man einmal einsortiert in eine Schublade ist es schwer dort wieder rauszukommen. Menschen lieben ihre Schubladen und tun sich schwer damit sie erneut zu öffnen und neu zu sortieren, gerade dann wenn eine Verknüpfung mit einem emotionalen Moment bereits gegeben ist. Und, wie jeder weiß, ist Sex ein starker Impuls des Mannes und mit viel Leidenschaft verknüpft. Und einen liebgewonnen Gedanken lässt man nicht mehr gern los.

 

Ich glaube viele Männer sind in ihrem Denken noch sehr viel altmodischer als sie jemals zugeben würden. Sie verurteilen zwar religiöse Denkweisen wie die des Islams, die aus ihren Frauen ein Objekt konstruieren das bestimmten Regeln folgen muss um akzeptiert zu werden und alle, die diesen Regeln nicht folgen ein Verstoß droht, aber im Prinzip betreiben sie nur eine entschärfte Variante der Symbolisierung der Frau. Das Ergebnis unterscheidet sich nur im Ausmaß des Umgangs. Hier werden die Mata Haries zwar als Menschen akzeptiert aber als Frauen an sich missachtet und benutzt. Sie haben die Rolle des illustren Zeitvertreibers, des Aufmunterers, der Hure, des Zuhörers, des Psychologen. Sie sollen all das ausgleichen, was im Alltag fehlt, werden aus dem realen Leben aber ausgeschlossen. Sie sind die Traumreisen in ein perfektes Leben, in denen der Mann der Kerl sein kann, der er insgeheim gerne wäre. Wo ihm keiner vorschreibt was er zu tun und zu lassen hat. Wo er einfach  tun und lassen kann wonach ihm ist, ohne Rücksicht auf Verluste. Hier findet er seine Katharsis, seine Entladung von all dem Ärger und Unterdrücktem aus dem Alltag. Flucht vorm ständigen Benehmen müssen, vorm Zusammenreißen, vorm Ärger Runterschlucken, vorm Tun was einem gesagt wird, vorm nicht ernstgenommen werden, vorm Funktionieren müssen. Und da eine Mata Harie in seinen Augen keine richtige Person ist, da sie zum Objekt symbolisiert wird, gelten für sie auch nicht die gleichen Regeln, die für andere Frauen gelten. Verpflichtungen gibt es nicht und auch das Benehmen ändert sich. Es geht ihm schließlich nicht um sie, sondern darum seinen Spaß zu haben, was auch immer dafür nötig ist.

Es hört sich böse an, denn in den Momenten in denen Mann mit Mata Harie zusammen ist oder an sie denkt, ist sie ihm wichtig, sehr sogar aber mehr als irrealer Traum nicht als Realität. Sie bleibt für ihn die Flucht, denn er weiß im Alltag kommt es auf andere Dinge an. Und für den Alltag hat er seine Jungfrau Maria, die reine Frau, die seine Kinder gebärt und die ihm ein sozial anerkanntes Leben bietet und auch für ihn organisiert. Das er dabei seine Männlichkeit über Bord wirft nimmt er in Kauf, da ihm die soziale Anerkennung vordergründig wichtiger ist als sein persönliches Wohlbefinden. Der schöne Schein mit gutem Job, Kinder, Haus, Hund und Frau ist ihm eingeimpft und so in Mark und Bein übergegangen, dass er meistens gar nicht merkt, wie sehr im die Selbstverwirklichung fehlt. In seinen schwachen Momenten begehrt dieses Gefühl in ihm auf, verlangt Beachtung und will befriedigt werden. In diesen Momenten wendet er sich an eine Mata Harie, ist wie er es eigentlich immer gerne wäre, umgarnt sie, ist aufmerksam, damit sie ihm das gibt, was er in seinem Alttag nicht erhält. Es ist wie ein Rausch in dem sich diese kurzen Beziehungsmomente vollziehen. Manchmal dauern sie nur einige Minuten, manchmal auch Stunden oder sogar Tage. Aber sie sind vorübergehend und genau darauf kommt es ihm an. Denn er schafft es gar nicht solange er selbst zu bleiben. Sobald sich seine Großhirnrinde und somit sein Bewußtsein wieder einstellt, fällt ihm wieder ein woraus sein Leben denn eigentlich besteht. Das er gar nicht dazu in der Lage ist auf seinen ganz eigenen Füßen zu stehen, dass es soviel in seinem Leben gibt von dem er abhängig ist und das ist maßgeblich auch seine Frau. Somit wird er sich wieder entziehen und reumütig zu seiner Frau zurück kriechen um einige Tage oder Wochen den perfekten Ehemann zu geben. Teils aus Schuldgefühl, teils aus Dankbarkeit, dass alles so weitergeht wie gehabt. Aber es wird nicht ewig dauern, bis sein Begehren zurückkehrt und er sich nach seiner Mata Harie zurücksehnt.

 

Für alle Mata Haries: lasst Euch nicht ausnutzen, benutzt und spielt selbst! Lasst Euch nicht einreden ihr seid falsch, nur weil ihr dem gesellschaftlichen Zwang eines längst überholten monotheistischen und patriarchalischen Konstruktes nicht folgen wollt!! Und grämt Euch nicht wenn ihr keinen Mann an eurer Seite habt. Ihr seid stark!! Viel stärker als die meisten anderen um Euch herum. Denn ihr schafft, was Nietzsche zu Recht forderte: werdet Euer eigener Übermensch! Seid unabhängig und verantwortlich für Euch und Euer Leben. Habt kein Verlangen nach einem Gott oder anderem, der über Euer Leben richtet und Euch sagt was Richtig oder Falsch ist. Alles was ihr braucht tragt ihr in Euch selbst. Ihr seid Euch selbst genug. Vielleicht nicht immer, aber doch soviel dass Euch Eure Überzeugung wichtiger ist, als irgendwelche gesellschaftlichen Regeln. Seid stolz, dass Ihr so seid und lasst Euch nicht einreden Ihr macht etwas falsch. Ihr seid konsequent und stark genug Eurer Überzeugung zu folgen und alleine das sollte Euch immer wieder zeigen, wer hier einem Irrweg folgt!

 

Abschließend möchte ich noch die Allgemeingültigkeit meiner Ausführung ausschließen. Nicht alle Männer sind so! Aber ich wollte diese Art männlichen Verhaltens einmal ausführen, da es doch viele Männer gibt die sich so verhalten und Frauen damit in den Wahnsinn treiben. Auch Frauen haben ihre kuriosen Seiten und bei Zeiten werde ich auch dieses Verhalten ausführen aber mit irgendwas muss man ja anfangen nicht wahr :).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.