Zu Unrecht verurteilt – kann der Lügendetektor helfen?

Ein Fall in Ferdinand von Schirachs Buch „Schuld“ handelt von einem jungen Ehepaar. Sie sind finanziell abgesichert und wünschen sich in naher Zukunft Kinder. Ein glückliches junges Paar. Bis der Mann der sexuellen Belästigung an einer Minderjährigen angeklagt und auch verurteilt wird. Er muss 2 Jahre ins Gefängnis, verliert seine Frau und all seine Perspektiven. Nachdem er wieder frei ist, rollt ein Anwalt seinen Fall erneut auf und es stellt sich heraus, dass das Mädchen und auch die Zeugin (ebenfalls ein junges Mädchen) eine Falschaussage gemacht hatten. Der Mann hatte ihnen nie etwas getan.

Dieser Fall zeigt eindrücklich, wie dramatisch es sein kann, wenn jemand zu Unrecht verurteilt wird. Gerade Sexualdelikte erregen immer wieder Aufsehen, da die Beweislage meist schlecht nachzuvollziehen ist.

Auch die #metoo Welle führt dazu, dass sich Gerichte vermehrt mit Strafverfahren wegen Verleumdung beschäftigen müssen, wie zum Beispiel im Fall der Frankfurterin Schwesta Ewa. Sie behauptet, während ihrer Zeit in U-Haft von mehreren Wärtern sexuell belästigt worden zu sein. Die Staatsanwaltschaft geht von Verleumdung der Wärter aus. Aber ist es nicht denkbar, dass diese Übergriffigkeiten wirklich stattgefunden haben? Im bestehenden System steht am Ende aber Aussage gegen Aussage und den Kürzeren zieht im Zweifel derjenige, dem der Richter schlicht nicht glaubt. Denn die Feststellung, ob eine Aussage wahr oder falsch ist, obliegt nach deutschem Recht allein dem Tatrichter.

Auch im Fall Dieter Wedel, der zu Beginn dieses Jahres mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs bezichtigt wurde und deswegen auch mit wirtschaftlichen Einbußen rechnen musste, sind Anzeigen wegen Verleumdung möglich. Denn Belege für die Übergriffigkeiten wurden nicht gefunden.

Aber was tun? Wie kann man dagegen vorgehen, wenn die Beweismittel fehlen?

Eine Möglichkeit, die nie ganz verschwindet aber in Deutschland bisher nicht vor Gericht zugelassen wurde, ist der Polygraph auch Lügendetektor genannt.

In Deutschland hat der Apparat keinen guten Ruf. Zu groß sind die Bedenken, vor der Fehlhaftigkeit des Apparates und seiner Manipulierbarkeit. Denn wie kann der Polygraph bei einem Kriminellen funktionieren? Bei einem Menschen, der kein normales Verhältnis zu seinem Fehlverhalten hat und es ihm somit leicht fällt Straftaten zu begehen und keine Reue dafür zu empfinden?

Aber was ist mit den Fällen, in welchen kein klassischer Verbrecher auf der Anklagebank sitzt, sondern ein rechtschaffender Bürger, der zu Unrecht eines Verbrechens oder einer Straftat angeklagt wird, wie im Falle des Mannes von dem Schirach berichtete? Wenn es keine ausreichenden Beweise gibt, der Angeklagte aber dennoch unschuldig ist. Wäre es in einem solchen Fall nicht gut, eine Möglichkeit zu haben ihn zu entlasten?

In anderen Ländern, wie z.B. Belgien oder Polen, ist es vor Gericht jedem Angeklagten erlaubt sich eines physiopsychologisches Tests mittels eines Polygraphen zu unterziehen. Das Resultat wird anschließend ebenso behandelt, wie jedes andere Beweismittel.

Hierzulande wird die Option des Lügendetektors seit 1954 vom BGH wiederholt nicht akzeptiert. Die Gründe dafür beziehen sich auf die Wahrung der Menschenwürde und auf die Falsifizierbarkeit des Gerätes. Der Nutzen eines Polygraphen verdient kaum Beachtung.

Bisher ist man in Strafverfahren ja auch ohne dieses weitere Beweismittel ausgekommen. Wieso an einem Stuhl rütteln, der sich so schön eingesessen hat und so bequem geworden ist? Aber darf man deshalb die unschuldig Verurteilten außer Acht lassen? Der BGH-Richter Ralf Eschelbach geht davon aus, dass jedes vierte Urteil ein Fehlurteil ist. Statistiken dazu gibt es keine. Das System hält zusammen und will sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Den Betroffenen aber hilft es nicht, wenn man, wie in jedem System mit X % Verlusten rechnet. Justizirrtümer zerstören Leben!

Aber es gibt auch Gerichte, die sich von diesem Urteil nicht beeindrucken ließen und den Polgraphen im Verfahren eingesetzt haben, sowie das OLG Dresden und das AG Bautzen. Beide setzten den Polygraphen zur Entlastung in Familienstreitigkeiten ein. Der erste Schritt für die Zulassung von Polygraphen ist also getan, aber es gilt die Sensibilität für dieses Thema zu schärfen.

Ich selbst war jahrelang der Ansicht, dass man Lügendetektoren nicht trauen kann, schon gar nicht vor Gericht. Sie sind fehleranfällig, manipulierbar und sicher nicht dafür geeignet Kriminelle zu überführen. Aber in welchen Fällen ein solcher Apparat durchaus sinnvoll sein kann, das wurde mir erst klar, als ich einen befreundeten Anwalt zu einem Streitgespräch in die Kanzlei „verte“ in Köln begleiten durfte. Hier fand am 25.05.2018 eine Diskussion zum Thema Polygraphen statt.

Teilnehmende waren die Dipl. Psychologin Dr. Gisela Klein, die führende Sachverständige für Polygraphen in Deutschland, Prof. Dr. Thomas Fischer, ehemaliger Vorsitzender des 2. Strafsenats des BGH und Prof. Dr. Holm Putzke, Rechtswissenschaftler mit einer Lehrprofessur für Strafrecht in Passau.

Das Gespräch wurde eröffnet von Dr. Gisela Klein, die eine Einführung in Entstehung und Verfahren des Polygraphen gab. Der Polygraph, der 1935 von C. G. Jung und M. Wertheimer erfunden und in diesem Jahr auch zum ersten Mal getestet wurde, findet auch heute noch Verwendung.

Das Prinzip beruht auf den Messungen physiologischer Reaktionen des Befragten, die Rückschlüsse auf den Wahrheitsgehalt der Aussage haben sollen. Die Messungen des Polygraphen werten Atmung, Puls, Butdruck und elektrische Leitfähigkeit der Haut aus und geben Aufschluss über die unwillentlichen körperlichen Aktivitäten des Probanden.

Somit wird mittelbar auf den Wahrheitsgehalt der Aussage rückgefolgert. Die Annahme ist, dass Menschen in bestimmten Situationen bestimmbare physiologische Reaktionen zeigen, z.B. dass Menschen nervös werden, wenn sie lügen. Auch wenn diese Nervosität dem Gegenüber unbemerkt bleiben kann, so reagiert das vegetative Nervensystem des menschlichen Körpers doch und wird somit messbar, so die Theorie. Reaktionen äußern sich in einer Veränderung der überprüften Areale. Der Puls steigt, die Atmung wird schneller, ebenso können Schwitzen und Zittern auftreten.

Gemessen werden mehrere Reaktionen gleichzeitig bei verschiedenen Fragestellungen. Diese Fragen erstrecken sich von normalen alltäglichen Fragen, bis hin zu den gezielten Fragen, deren Wahrheitsgehalt es zu überprüfen gilt.

Frau Dr. Klein berichtete auch von mehreren Studien, bei welchen der Polygraph mit sehr guten Ergebnissen abgschnitten hatte. Diese kann ich leider nicht aufführen, da ich die Quellen dazu nicht finden konnte.

Nach der Einführung zum Polygraphen, diskutierten Prof. Dr. Fischer auf der Contra Seite und Prof. Dr. Holm Putzke auf der Pro Seite über den Nutzen des Lügendetektors. Im Wesentlichen wurden alle Punkte aufgeführt, die ich zu Beginn dieses Artikels ausgeführt habe.

Was mir am Ende fehlte, war eine konkrete Aussicht auf dieses Thema. Wenn die Falsifizierbarkeit eines solchen Gerätes so maßgeblich ist, der Nutzen aber unumstritten, wieso scheint die Motivation ein geeigneteres Verfahren zu finden so schleppend? Der Contra Sprecher, Prof. Dr. Fischer führte selbst an, dass die heutige Wissenschaft zuverlässigere Verfahren anbietet, wie die Messung von Hirnströmen (EEG) oder auch die Mimkiforschung. Sucht man aber nach Forschungen zu diesem Bereichen, wird man hierzulande nicht fündig. Dazu muss man über den großen Teich schauen, wo bereits der Polygraph seit Jahrzehnten Verwendung findet. Sichtbar wird hier, dass Verfahren erst dann tiefergehend erforscht werden, wenn sie Anwendung finden. Das die Polygraphen Forschung in Deutschland so stiefkindlich behandelt wird, verwundert nicht, wird der Polygraph doch in juristischen Fragen kaum angewendet. Damit ist aber nicht gesagt, dass der Polygraph ein schlechtes Gerät sein muss. Gibt es doch genügend andere Bereiche, in dem er Verwendung findet. Was dem Polygraphen fehlt ist eine gute Lobby und die wird er unter den herrschenden Bedingungen nicht finden.

Bleibt zu hoffen, dass sich in Zukunft mehr Gerichte ein Beispiel an dem OLG in Dresden und dem AG in Bautzen nehmen werden und es so irgendwann möglich wird, das BGH davon zu überzeugen, dass Lügendetektoren, ob in Form eines Polygraphen, eines EEGs oder eines sonstigen Apparates, sinnvoll für die Beweisentlastung sein können.

#notheidisgirls – warum GNTM sexistisch ist

Warum GNTM sexistisch ist
#notheidisgirls

Wir schreiben das Jahr 2018, #metoo und damit auch die negative Objektivierung der Frau, die in aller Munde ist. Gedichte, die bewundern werden wegen Sexismus Vorwurf entfernt und auch klassische Kunstwerke sollen aus Museen verbannt werden, da zu viel nackte Haut oder anrüchige Szenen gezeigt werden. Man kann sagen, dass extreme Zustände herrschen, die auch nicht davor halt machen, die Freiheit der Kunst in Frage zu stellen. Hauptsache man erreicht eine sexistisch einwandfreie Umwelt.

Aber es gibt auch TV-Formate, deren Beliebtheit keinerlei Abbruch erleben, obwohl sie vor Sexismus nur so triefen. Hier möchte ich mich aber einer bestimmten Sendung widmen. Denn ich verstehe nicht, warum dieser Sendung, unter den momentanen Zuständen nicht gleich der Saft abgedreht wird, obwohl sie junge Mädchen behandelt wie ein Stück Fleisch. Die Kritik an dieser Sendung wird zwar mit #notheidisgirls lauter aber bisher niemals so laut, dass es wirklich bis zur breiten Masse durchgedrungen wäre. Weder haben namhaften Magazine auch in ihren Printausgaben darüber berichten, noch hat eine Bombendrohnung im Finale dazu führt, dass der Aufschrei  um diese Sendung wirklich laut wurde.

Vielleicht liegt es daran, dass diese Sendung von einer Frau geführt wird. Diese Frau allerdings ist ein Beispiel für weibliches paternalistisches Verhalten. Sie besteht ausschließlich aus übersteigertem Selbstbewusstsein, Selbstverliebtheit, Business- und Machthunger und somit zeigt sie die gleichen Charakterzüge wie Harvey Weinstein, Donald Trump und Co. Auch bei ihr kann man psychopathische Züge vermuten, denn Mitgefühl scheint diese Frau ebenso wenig zu kennen wie besagte Herren. Nur das, was Erfolg verspricht wird gefördert. Alles andere, egal wie groß das menschliche Schicksal dahinter ist, zählt nicht. Schlimmer noch, was nicht in ihr Weltbild passt, wird bloßgestellt, verspottet und “ausgelacht”. Dabei helfen ihr 2 Juroren, deren bornierte Blödheit und kindischen Affekte das Ganze als schlechten Slapstick ins Bodenlose stilisieren.

Die Rede ist von Heidi Klum und dem Format Germanys next Topmodell. Eine Sendung, die sehr junge Frauen dazu zwingt eine Puppe zu sein, ohne Willen, ohne Bedürfnisse und ohne Respekt vor sich und den eigenen Grenzen. Nun kann man sagen, die Mädels entscheiden sich selbst dazu bei diesem Format mitzumachen. Was ist gegen den Traum Model zu werden einzuwenden? Wenn jemand Spaß daran hat als lebende Anziehpuppe zu arbeiten, dann soll er das auch tun können!

Aber diese Sendung produziert keine Models. Die Maschinerie um Heidi Klum und die Model Agentur OneEins, die von Günther Klum geführt wird, will ihre Models gar nicht auf den Laufstegen sehen. Vielmehr sollen sie an jeglicher Art Werbeveranstaltung teilnehmen, wie Einweihungen von Einkaufszentren oder ähnlichem. Und diese dienen wiederum nur dem Image von GNTM und Heidi Klum. Die Mädels sind die Aushängeschilder der Show und sollen selbige im Gespräch halten. Ähnliche Mechanismen findet man auch bei Sendungen wie DSDS, The Voice oder ähnlichen Shows. Keinem dieser Formate geht es wirklich darum Künstler oder echte Models hervorzubringen. Die Sieger dürfen einige Zeit im Namen der Shows durch diverse Städte tingeln oder an Marketing Produktionen teilnehmen. Sie sind quasi die Vertriebsleute der Shows, die dem kleinen Mann das Gefühl geben, dass er Teil nehmen kann an dieser Show, mit dabei sein kann.

Die Erwartungen, die die jungen Menschen an diese Show haben werden nicht erfüllt und hatten auch nie vor sie zu erfüllen. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, wissen die Teilnehmer eben oft nicht worauf sie sich einlassen.

Die Macher hingegen erwarten und verlangen Höchstleistungen von den Teilnehmern. Wer diese nicht erfüllt fliegt. Und in keinem Format ist der Erwartungsdruck höher und gnadenloser als bei GNTM.

So erwartet Heidi von ihren “Mädchen” ein so großes “Selbstbewusstsein”, dass sie sich bereits am 2. Drehtag der neuen Staffel nackt am Strand ausziehen müssen. Das Ganze soll ohne Hemmungen und ohne Scheu geschehen, damit die Mädels sich dann vor allen anderen sexy und lasziv wie Lolita im Sand räkeln. Aber bitte nicht zu sexy! Sonst sieht es nach Playboy aus und das ist so gar nicht on vogue und geht in den Augen der Juroren dann doch zu weit. So jedenfalls äußern sich Heidi und ihre beiden Lakaien Thomas Haio und Michael Michalsky. Ein Mädel, dass ihnen zu sehr nach Playboy aussieht, wird in der Entscheidungsrunde für diesen Sachverhalt abgestraft, in dem man ihr mitteilt, als wirkliches Model könnte sie nie arbeiten. Vielleicht für Sportmode. Dass die selbsternannte Übermutter der Models, Heidi, selbst ihre größten Erfolge als Sportmodel einheimste und die großen Laufstege der Pretaporte nie gesehen hat, interessiert nicht. Sie ist schließlich das Gesetz in dieser Schmierenkomödie.

Klum, die rappeldürre wannabe MILF, die in jeder Situation ihre Erhabenheit ausnutzt, dabei mit geheuchelter Mütterlichkeit versucht den jungen Frauen den letzten Funken ihres Selbstrespekts zu nehmen, ist der Inbegriff des weiblichen Sexismus und der Menschenverachtung. Eine Frau, die Äußerlichkeiten zum heiligen Gral erhebt und die nicht dazu in der Lage zu sein scheint, irgendetwas anderes wahrnehmen zu können, ist das Idol und Vorzeigemodel einer Nation.

Diese Verlogenheit dieser Show, die in jedem zweiten Schnitt erkennbar wird, die mit den Emotionen und Gefühlen dieser jungen Dinger spielt, wie die Katze mit der sterbenden Maus, scheint auch die Anziehungskraft dieses Formates auszumachen. Extreme prallen aufeinander. In einer wunderschönen Kulisse, kämpfen optisch perfekte kleine Mädchen um den zweifelhaften Ruhm, das beste TV Model Deutschlands zu werden. Dabei sind viele bereit mehr zu geben, als sie jemals bereit waren zu tun.

In diesem Alter, zwischen 16 bis Mitte 20 fällt es vielen leicht ihre Grenzen zu überschreiten. Vor allem wenn sie damit ihren infantilen Traum einer Modelkarriere wahr machen können. Dass sie dabei auch ihre Würde opfern ist Ihnen erst mal egal. Denn sie erlangen den Ruhm den sie wollten, werden bewundert von tausenden Girlies, die diesen Traum teilen. Die auch anfangen von so einem schlanken (klapperdürren) Körper zu träumen und bereit sind, viel dafür zu tun. Wie viele junge Dinger sich für diesen Traum in Bulimie oder Magersucht gestürzt haben? Obwohl man sagen muss, dass es mittlerweile auch einige normal proportionierte  oder Plus Size Mädels gibt. Das soll dazu dienen, einen toleranten und weltoffenen Ruf zu ernten, damit sich die Macher selbstgefällig auf die Schulter klopfen können. Es ist aber einfach nur kalte Berechnung und hat mit wirklicher Toleranz Andersheit gegenüber soviel zu tun wie eine Seegurke mit Ballett.

Das von Klum geforderte Selbstbewusstsein, ist eher vergleichbar mit dem Verhalten eines Boderliners, der seine Grenzen regelmäßig soweit überschreitet, dass er sich selbst zerstört. Promiskuitives Verhalten, dass gar keine eigenen Grenzen und somit auch kein Problem mit deren Überschreitung kennt, wird gefördert und belohnt. Mädels, die ein vollkommen normales Bewusstsein zu sich selbst und auch zu ihren Grenzen haben, werden verachtet und runtergemacht. Nur wer regelmäßig seine eigenen Grenzen überschreitet und bereit dazu ist die Hilferufe seiner Physis und Psyche zu ignorieren erhält Anerkennung. 

Um ein Beispiel zu nennen: Ich weiß nicht mehr welche Staffel das war, jedenfalls mussten die Mädels in der Vorhalle eines alten Schlosses Dessous präsentieren. In dieser Halle herrschten eisige Temperaturen. Ein Mädel das schon den Tag zuvor von einem Arzt krankgeschrieben wurde, wegen einer Lungenentzündung, hustete sich die Seele aus dem Leib, wollte dieses Shooting aber unbedingt machen. Also erzählte sie ihren Model-Vormündern nichts davon. Thomas Hayo hörte sie allerdings husten und fragte, ob alles in Ordnung sei. Soweit so menschlich. Das Mädel antwortete, dass der Arzt ihr eine Lungenentzündung attestiert habe, sie dieses Shooting aber unbedingt machen wolle. Da antwortete dieser Kerl doch wirklich: “Ok, aber wenn es schlimmer wird, hörst du auf.”

Schlimmer? Soll sie dazu tot umfallen? Ich weiß noch wie ich mich über diese Szene aufgeregt habe und darüber, dass sowas auch noch ausgestrahlt wird. Was soll das den Zuschauern suggerieren? Wie unfähig und unmenschlich dieser Mensch ist oder wie wenig Verständnis man für Krankheiten haben sollte?

Was diese Sendung eindrucksvoll klarmacht, sind die Zustände, die im Modebusiness vorherrschen müssen. Denn Klum ist nur die Schaufensterpuppe einer Industrie, die genau das ist; sexistisch und menschenverachtend. Die Modebranche erschafft auch in einer aufgeklärten Zeit wie heute nur ein einziges weibliches Bild; das der ewig lustvollen und willigen Frau mit perfekter Optik, die aber außer ihrem oberflächlichen Äußeren nicht viel zu bieten hat. 

Musste sich jede andere Branche bereits dem Aufruf zur Gleichberechtigung beugen, so bleibt die Modebranche davon unberührt und erfährt keinerlei Einbußen durch Debatten wie #metoo. Sie ist sogar noch unendlich stolz auf ihre herzlose Ausprägung und erhebt sich dafür selbst in den Olymp der Götter. 

Diese Zustände sind bekannt und werden alle paar Jahre mal wieder hinter dem Ofen hervorgekramt, wenn ein Mädchen an ihrer Magersucht oder einem anderem Raubbau an ihrem Körper gestorben ist. Die Pluse Size Models, die mittlerweile über den Laufsteg geprügelt werden, sollen zeigen wie offen diese Branche nun geworden ist. Aber Sendungen wie GNTM oder auch das nachahmende Format Curvey Super Models  zeigen, wie wenig sich wirklich geändert hat. Denn es geht nicht nur um dick oder dünn, es geht vor allem darum, wie wenig sich diese Branche um den Menschen schert, nämlich überhaupt nicht.

Was mich bei all dem besonders wütend macht, ist dass in der heutigen Zeit, in der all das um #metoo geschieht, eine Sendung wie GNTM davon völlig unberührt bleibt. Wie kann das sein? Geht es bei #metoo nicht gerade um frauenverachtende bzw. menschenverachtende Zustände? Wie Frauen zu Objekten gemacht werden und andere diese Objektstellung ausnutzen? Genau das geschieht fast in jeder Minute bei GNTM, wo bleibt der große Aufschrei um diese Zustände? Nur weil eine Heidi Klum nicht grabscht und eine Frau ist, kann sie nicht menschenverachtend und sexistisch sein? Kann sie ihre Machtstellung nicht ausnutzen und junge Dinger zu etwas zwingen, das jedem guten Anstand widerspricht? Wo bleiben die empörten Eltern, die dieses Format mit ihren Protesten in die Knie zwingen?

Die Empörungskultur macht vor nichts halt aber bei dieser Sendung scheinen alle auf Stand-by zu schalten und geflissentlich zu übersehen, wie sehr diese Sendung die Emanzipation der Frau mit Füßen tritt. Das eine Frau eben keine Anziehpuppe ist, ohne Willen oder Gefühle, Grenzen oder Bedürfnisse.

Wie kann es sein das herausragende Kunstwerke wegen #metoo eliminiert werden, aber aktuelles Zeitgeschehen davon unberührt bleibt? Wieso werden Männer, die angeblich ihre Machtposition vor vielen Jahren ausnutzten, wie Dieter Wedel, regelrecht gejagt, eine Heidi Klum wird dafür aber quasi gefeiert wird? Ist die #metoo Debatte wirklich so kurzsichtig? Ich denke man kann diese Frage ganz klar mit „Ja“ beantworten, denn es ist viel einfacher den offensichtlichsten Sündenbock zum Schafott zu tragen, anstatt ein kleines Stück weiterzuschauen und wirkliche Missstände aufzudecken und zu ändern.

Ein weiteres Mal schaue ich enttäuscht auf eine Debatte, die so viel Gutes bewirken könnte aber der es doch eigentlich nur darum geht, eine Hexenjagd auf leichte Beute zu machen und diese dann möglichst medienwirksam zu Grunde zu richten.

Feminismus als Lehre vom Opfer?

Frauen sollten keine Opfer sein, vor allem sollten sie nicht durch eine Debatte zu Opfern gemacht werden! Aber das Frauen im Allgemeinen für sich selbst sprechen können, scheint keine Relevanz mehr zu haben, betrachtet man die derzeitigen Geschehnisse. Die #metoo Bewegung erschuf ein überempfindliches Umfeld, in dem sogar die Bewunderung an eine Frau mit dem Sexismus Stempel versehen wird. Und dieser Stempel ist vergleichbar mit dem zwangsvollsteckerischen Kuckuck, denn ist er einmal aufgebracht ist die Pfändung bzw. Eliminierung nicht mehr weit.

Jüngst geschehen mit einem Gedicht an der Fassade einer Berliner Hochschule. An der Fassade der Alice Salomon Hochschule in Berlin steht seit 2011 das Gedicht des Lyrikers und Gewinners des Alice Salomon Poetik Preises Eugen Gomringer. Das Gedicht “avenidas” lautet in deutscher Übersetzung wie folgt:

„Alleen / Alleen und Blumen / Blumen / Blumen und Frauen / Alleen / Alleen und Frauen / Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer“

Dieses Gedicht soll nun entfernt werden. Der Studierendenrat sieht darin eine Provokation durch klassisch patriarchale Klischees, in welcher ein männlicher Künstler von einer Frau zu Kunst inspiriert wird. 

Alleine dieser Sachverhalt macht mich ziemlich sprachlos. Was daran ist sexistisch? Ist es die Inspiration? Ist es die Bewunderung? Vermutet werden kann viel, dass die Hochschule diesem Antrag aber wirklich statt gibt, lässt mich schier verzweifeln.

Wie nur kann eine Hochschule einen kruden Gedanken und den Hype um Sexismus einem Grundrecht vorziehen? Den was hier geschieht ist eine klare Einschränkung der Kunst und somit ein Verstoß gegen das Grundrecht der Kunstfreiheit Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes.

Wie nur kann es dazu kommen? Die Ursache hierin mag in dem überpolitischen Ansinnen liegen nur ja niemanden zu verletzen, der es vermeintlich schwer genug hat. Das sind momentan die Frauen, welche durch die #metoo Debatte als Generalopfer dargestellt werden. Jede Frau hat bereits ein #metoo erlebt und muss mit allen Mitteln vor möglichen weiteren #metoos bewahrt werden. Wenn es sein muss auch mit Zensur und Einschränkung der Freiheit.

Ob nun wirklich alle Frauen derart beschützt werden wollen, diese Frage ist an mir vorbei gegangen. Aber darum scheint es auch nicht zu gehen. Es geht zunehmend um Macht. Die #metoo Sympathisanten suchen mit allen Mitteln nach männlichem Machtmissbrauch und werden selbst mehr und mehr zum Machtmissbrauchenden. Denn mit der Offenlegung ist es längst nicht mehr getan. Es geht um mediale Hetze und um Ausmerzung von allem, was auch nur im Entferntesten einen Hauch Sexismus an sich trägt. Man bekommt eine Ahnung davon, was die Leute im Mittelalter an der Hexenverfolgung fanden, nämlich den Spaß daran einer guten Sache zu dienen und seine Wut an den Schuldigen auszulassen, bis man sie vernichtet hatte. Die dramatischen Folgen so einer Hexenjagd verlieren sich in der Euphorie der Hatz.

Das die #metoo Debatte dabei gänzlich aus dem Ruder gelaufen ist und ihrem eigentlichen Ansinnen nur noch schadet, dürfte klar sein. Vor allem schadet sie dem Ansehen des Feminismus, der in den letzten Jahrzehnten bereits Schaden genommen hat. Nun dürfte der Ruf gänzlich dahin sein. Denn der heutige Feminismus, ich möchte ihn Neo-Feminismus nennen, sieht in den Frauen nur eines: Opfer. Ein Opfer ist nicht in der Lage sich selbst zu schützen und muss folglich beschützt werden. Somit sind es auch nicht die eigentlich Betroffenen, die den größten Wirbel machen, sondern es sind die selbsternannten Beschützer, man könnte sie auch Helikopter-Beschützer nenne, die sich aufspielen und alles kurz und klein machen, was ihren Schützlingen eventuell schaden könnten. Und eben dieser Umstand macht die ganze Sache so bodenlos.

Liebe Neo-Feministen, bitte hört auf in allen Frauen Opfer zu sehen. Eure gedanklichen Großmütter würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie sehen würden was ihr aus ihrem Erbe macht. Durch Euch verkommt der Feminismus mehr und mehr zum Schreckgespenst der Neuzeit. Das, was Frauen zu so viel verholfen hat, verkommt zu einem schlechten Spuk, der allen Angst machen soll und dabei Zorn und Hass schürt.

Der ursprüngliche Gedanke von Feminismus ist eine Theorie der Freiheit und nicht der Einschränkung! Er hat Frauen einst dazu verholfen keine Opfer mehr zu sein und nun erklärt er sie zu genau dem: zu Opfern. Das darf nicht sein und vor allem darf es nicht so bleiben!

Feminismus darf nicht die Lehre vom Opfer werden! Feminismus sollte für ein gleichberechtigtes Miteinander stehen oder wie Johanna Dohnal es ausdrückte

„Die Vision des Feminismus ist nicht eine ‚weibliche Zukunft‘. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.“

#metoo

 

Derzeit ist der Aufschrei der Medien wieder groß, nachdem die sexuellen Machenschaften des Harvey Weinstein öffentlich gemacht wurden. Unzählige Frauen bekennen mit #metoo ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt und es wird deutlich, dass sexueller Missbrauch und Alltagssexismus präsent wie eh und je sind. Dieser reicht von Anmachsprüchen auf offener Straße, über tätliche sexuelle Belästigungen im Job, bis hin zur tätlichen sexuellen Gewalt. Die Medien überschlagen sich mit Artikeln zu diesem Thema. Berichte von betroffenen Frauen und aus welchem Bereich sie stammen bis hin zu Verhaltensregeln, die Männer befolgen sollten . Die Liste der in den letzten 2 Wochen erschienen Artikeln ist lang, sehr lang. Noch länger sind die Kommentarleisten unter den Artikeln, mit empörten und betroffenen Lesern.

Der Mann immer noch ein Höhlenmensch?
Das Thema ist wieder omnipräsent und zeigt die Brisanz die dahinter steckt. Sexismus existiert und vor allem der männliche Sexismus hat eine ungeheure Schlagkraft wenn es darum geht im Gespräch zu bleiben. Der böse Mann lebt mit seinem Denken eigentlich immer noch in der Höhle und sieht in der Frau nur die Gebährmaschine und den sexuellen Lustgewinn. Emanzipation hat also eigentlich noch gar nicht stattgefunden und der Mann muss mit Biegen und Brechen dazu gebracht werden, Frauen respektvoll zu behandeln. Wie es so ist mit den schnellen Medien heutzutage, haftet jedem Artikel ein gewisses Drama an, nichts verkauft oder klickt sich schließlich besser als ein Hauch Überemotionalität.

Wer hat recht?
Die Kommentare unter den Artikeln haben zwischen sich meist einen Graben. Da sind die Frauen, die moralextremistisch laut trommeln, dass jeder blöde Spruch auf der Straße sexuelle Belästigung ist und damit fast unweigerlich auch zur Vergewaltigung führen muss und da sind die Männer, die sich über die Übertreibung des Themas aufregen und das ganze nicht mehr wirklich ernst nehmen können. Tja, und wer hat nun recht? Wie immer liegt die Antwort irgendwo dazwischen.

#metoo Debatte
Ich finde diese #metoo Debatte eher verstörend, denn hier werden Flirt und sexueller Missbrauch in einem Atemzug genannt. Diese Dinge können vielleicht fließend sein aber dennoch kann man ein „Hey Schätzchen“, was einem jemand auf der Straße zu ruft, nicht mit dem Missbrauch von widerstandsunfähigen Personen oder sexueller Gewaltanwendung gleichsetzen! Ich empfinde es auch als empörend, eine vergewaltigte Frau auf eine Stufe zu stellen mit einer Frau die mal einen doofen Kommentar auf der Straße zu hören bekommen hat. Das verhöhnt die Opfer und trägt in puncto Ernsthaftigkeit nur dazu bei, dass dieses Thema zu einer Debatte von Pseudo Betroffenen verkommt.

Flirt oder sexuelle Belästigung?
Die Frauen die ich kenne, empfinden es in der Regel als schmeichelnd, wenn sie auf der Straße angflirtet werden. Natürlich gibt es Grenzen und man kann ein Hinterherpfeifen nicht vergleichen mit einer schmierigen Anmache, bei welcher der Flirter weder die Regeln des Mindestabstandes noch des guten Anstandes einhält. Ich kann nicht von mir auf andere schließen aber auch ich bin jahrelang in einer deutschen Großstadt tagtäglich mit Bus und Bahn unterwegs gewesen und habe so einiges in Sachen Anmache miterlebt. Es gab lustige Momente und auch Momente in denen ich mich lautstark verteidigt habe. Dazwischen lagen Welten und die lustigen Momente haben definitiv überwogen. Es mag auch eine Einstellungssache sein, aber man sollte einen Flirtversuch auch erst einfach mal als das stehen lassen was es ist und nicht gleich zu einem riesigen Ding aufbauschen und jedem Flirtwilligen gleich bösen Sexismus unterstellen. Ich denke das ist ein Punkt über den sich viele männliche Leser aufregen, vielleicht flirten sie selbst gern mal ein/e Mädchen/Frau auf der Straße an und wollen sich diese harmlose Sache auch nicht verbieten lassen. Warum auch? Wenn man hier anfinge, wo müsste man dann aufhören? Flirten nur noch nach vorheriger offizieller Absegnung? Ich weiß nicht was sich manche Frauen vorstellen, die fordern jegliches Flirten sollte verboten werden und Männer sollten sich ausschließlich an die Benimmregeln aus oben genannten Artikel halten, um mit einer Frau Kontakt aufzunehmen. Ich kann aber auch die Frauen verstehen, die in der allzu aufdringlichen Form des Flirtens einen Nährboden für Respektlosigkeit Frauen gegenüber sehen. Allerdings muss man dann auch einen netten Flirt von einer sexistischen Anmache unterscheiden. Sexuelle Belästigung ist definiert als: geschlechtsbezogene entwürdigende bzw. beschämende Bemerkungen und Handlungen, unerwünschte körperliche Annäherung, Annäherungen in Verbindung mit Versprechen von Belohnungen und/oder Androhung von Repressalien“. Ein Kompliment im Sinne von: „Ich finde du siehst gut aus“ ist also nicht gleichzusetzen mit „Ey Schlampe, du siehst fickbar aus“ oder sonstigen unflätigen Bemerkungen. Und die meisten Männer sind sich dieser Unterscheidung wohl bewusst und machen so etwas auch nicht. Der Nährboden für sexuellen Missbrauch ist also nicht der harmlose Flirt, sondern die sexuelle Belästigung!

Alltagssexismus
Und dann ist da noch der Alltagssexismus. Die Selbstverständlichkeit von Männern, Frauen als minderbemittelt darzustellen, sie als unwichtig abzutun und sie als Freiwild zu betrachten. Ich arbeite in einer Männerdomäne, ich kenne die Verhaltensweisen und kämpfe immer wieder dagegen an. Dennoch habe ich diese Tatsache als eine Herausforderung im Leben angesehen und nicht als Grund dafür mich permanent diskriminiert und schlecht behandelt zu fühlen. Ich finde Wege um das zu erlangen was ich will, das hat bisher immer geklappt und ich habe es noch nie für nötig befunden mich an eine Gleichstellungsbeauftragte wenden zu müssen, die mir mein Recht im Zweifel einklagt. Was hätte ich auch davon? Die Missgunst aller Kollegen und das blöde Gefühl das ich jeden Tag hätte, wenn ich zur Arbeit ginge. 
Aber es ist schwierig das aus Sicht einer jeden Frau zu beurteilen. Ich bin in einem Männerhaushalt groß geworden und kenne es gar nicht anders, als mich gegen Ignoranz gegen Frauen durchsetzen zu müssen. Aber ich habe es doch sehr oft verflucht, das es so ist. Aber so ist das Leben eben. Man kann sich das Wenigste aussuchen und muss mit vielem klar kommen, ob es einem passt oder nicht. 

Aber es gibt auch den hässlichen Sexismus der mir Kopfzerbrechen bereitet, keine Frage. Kurioser Weise erlebte ich ihn fast ausschließlich im Privaten, von Partnern und Freunden. Da war Beispielweise ein guter Bekannter der sehr zudringlich wurde und dem ich mich schließlich nur entziehen konnte, in dem ich den Kontakt abbrach. Ich erzählte Freunden davon, die uns beide kannten. Sie gaben mir die Schuld daran, ich hätte mich ja auch nicht so aufreizend kleiden dürfen. Und auch in Partnerschaften habe ich viel erlebt, was erniedrigend, demütigend und zerstörend war. Ich sollte die Frau sein, die funktioniert, die ausschließlich für den Partner da zu sein hatte und die kein Recht auf eigene Bedürfnisse hatte. Auch diesen Zuständen konnte ich nur durch Flucht entkommen. Verständnis und Einsicht konnte ich von den Herren nicht erwarten, denn am Ende war ich es ja die sich anstellte und sich aufregte. Im Nachhinein frage ich mich, wie ich in diese Strukturen geraten könnte aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall weiß ich was es heißt Alltagssexismus und auch Missbrauch ausgesetzt zu sein und ich erkenne die Unterschiede zwischen Klischee-Dummheit und wirklichem bösartigen Sexismus. Beides ist nicht schön aber nur der wirklich bösartige Seximus ist verurteilungswürdig. Die Klischee-Dummheit sollte man mit einem guten Spruch oder einem müden Lächeln abtun, denn mehr Emotion und Aufwand sollte man dabei nicht verschwenden. Das ist es einfach nicht wert.

Fazit: Nobody is perfect
Als Fazit möchte ich schließen, kein Mensch ist perfekt und auch Frauen sind sexistisch. Sie machen es anders, subtiler aber deswegen ist es nicht besser und Frauen werden dafür auch nicht an den Pranger gestellt und massenwirksam fertig gemacht. Lasst die Kirche im Dorf und unterscheidet zwischen nett gemeint, Dummheit und Bösartigkeit. Wir alle haben die Antennen um das eine vom anderen zu unterscheiden, wir müssen es nur wollen. Hysterie bringt niemandem etwas. Es geht doch darum ernst genommen zu werden, gehört zu werden und darum das sich wirklich etwas ändert. Mit Moralextremismus und Polemik erreicht man nur, dass mehr und mehr Leute das Thema belächeln und als hysterische Emanzen Debatte abtun und das sollte nicht passieren. Es ist gut, dass darüber gesprochen wird, auch dass dieses Thema diesen Hype erlebt denn nur so gelangt es in die Köpfe der Menschen. Aber dann sollte es auch als das hängen bleiben was es ist: Als Debatte um Gleichberechtigung, dass man niemanden einfach benutzen kann wie es einem passt, dass jeder den gleichen Respekt verdient hat und als ganzer und vollwertiger Mensch betrachtet werden sollte, ungeachtet welches Geschlecht er hat oder welche Nationalität, wie er sich kleidet oder aussieht.